Autor & Journalist

Stephan Sigg

News


12.05.2020

Wie Kinder für Zerowaste sensibilisieren?

Blog

Ein Experiment ist manchmal der erste Schritt zur Veränderung. Vielleicht auch beim Thema «Zero Waste»?

Das Bewusstsein für die Auswirkungen von Plastik und anderen Verpackungen wächst. Immer mehr Menschen entscheiden sich für „Zero Waste“ – oder überlegen sich verschiedene Massnahmen, um den Müllwahnsinn drastisch zu reduzieren. Dem wiederverwendbaren Kaffeebecher, den Unverpackt-Läden und anderen Innovationen sei Dank ist «Zero Waste» inzwischen viel realistischer als noch vor ein paar Jahren. Trotzdem kommt wohl jeder Konsument früher oder später ins Grübeln: Was soll ich als Einzelperson schon ausrichten? Und ganz auf Verpackungen verzichten – wie soll das gelingen?

Diese Fragen beschäftigen auch Lena und ihre Familie, die Protagonisten des Kinderbuchs „Kein Plastik für den Wal: Lena kauft unverpackt“. Die Schülerin will ihre Eltern zu mehr Umweltbewusstsein motivieren. Doch die reagieren ablehnend: Ohne Plastik leben? Viel zu kompliziert! Einfach unrealistisch! Um ihre Eltern zu überzeugen, überredet Lena sie zu einem besonderen Experiment: Sieben Tage ohne Plastik. Das Experiment wird anspruchsvoller als gedacht – und trotzdem schliesslich ein Erfolg. Denn Lenas Einsatz für «nackte» (unverpackte) Früchte und kompostierbare Zahnbürsten weckt schliesslich auch die Kreativität der Eltern und der ganzen Klasse. Alle entwickeln gemeinsam kreative Ideen und erkennen: «Zero Waste» fällt gemeinsam viel leichter als allein. Es gibt schon viele konkrete Erfahrungen, die man miteinander teilen kann. Nach sieben Tagen sind Lena und ihre Familie noch keine «Zero-Waste-Experten», aber sie sind erstaunt, dass «Zero Waste» gar nicht so kompliziert und unrealistisch ist wie vermutet.

Ein Experiment starten

Die Geschichte «Kein Plastik für den Wal» hilft Familien, Kindern «Zero Waste» näher zu bringen. Sie zeigt mit vielen witzigen und konkreten Ideen, wie man als Familie ohne Plastik leben kann. Dafür muss man sein Leben nicht von heute auf morgen komplett auf den Kopf stellen. Warum es nicht einfach mal als Experiment ausprobieren? Jede Einzelperson, jedes Paar und jede Familie kann sich auf ein «Zero-Waste-Experiment» einlassen.  Nach sieben Tage oder einem Monat wird ein Fazit gezogen:

  • Was hat sich verändert?
  • Wie kompliziert war es?
  • Was könnte man sonst noch machen?

So wird „Zero Waste“ Schritt für Schritt Realität.